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Historie

Das Jahr 1002 nach Christus, die Erstnennung von Bautzen.

Bischof Thietmar von Merseburg hielt dieses Datum in seiner Chronik als „Civitas Budisin“ fest. Damit begann die städtische Entwicklung im 13. Jahrhundert.

Bautzen hatte nie einen eigenen Herrscher, es gehörte immer als Reichslehen unterschiedlichen Landesherren, so etwa 600 Jahre dem König von Böhmen und seit 1635 als Markgrafschaft zu Kursachsen.

Seit dem 7. Jahrhundert siedelten im Bautzener Land die sorbischen Milzener. Eine Besonderheit unserer Stadt ist das friedliche Zusammenleben von Sorben und Deutschen.

Die Geschichte des Goldenen Adlers

Die Geschichte des Hauses reicht bis zum Beginn des 14. Jahrhunderts zurück. Besitzer des heutigen „Goldenen Adlers“ war zu jener Zeit der 1430 hingerichtete Stadtverräter und Stadtschreiber Peter Preischwitz. Kurze Zeit später ereilte den Bau der Feuertod als 1441 am Sonntag nach Maria Geburt Bautzen von einem Stadtbrand heimgesucht wurde.

Gut 100 Jahre später wurde hier auf dem Hauptmarkt 4 ein Bierhof mit Schankrecht unter dem Namen „Goldener Adler“ gegründet. Der Handelsherr Caspar Preuker, D. Franz von Görlitz und Hans Lochner besaßen das Haus ehe es spätestens 1607 Andreas Bernhard Lehmann gehörte.

Als der 30-Jährige Krieg ausbrach und die Kursächsischen Truppen Bautzen belagerten wurde Andreas Bernhard Lehmann zu einem Neubau gezwungen als der große Brand vom 02. Mai 1634 erneut Bautzen und den „Goldenen Adler“ zerstörte.

Gesellschaftlich bot der Bierhof „Adler“ einen Höhepunkt. Zum Pfingstschiessen wurde hier das Schützenbier eingenommen. Für das Jahr 1664 -nach 15jähriger Abstinenz- war dieses Ereignis einem Chronisten wert es zu erwähnen.

1672 war der Besitzer des Hauses der kursächsische Leibmedicus Dr. Christian Vollhardt. Bei ihm logierte 1681 der kursächsische Rat und Kanzler Graf von Taube, der am 16. Januar im Alter von 53 Jahren in den Mauern des „Goldenen Adlers“ starb. Der Besitzer wechselte danach noch 5 mal bis das Haus 1776 von Johann Christoph Otto an August Hering verkauft wurde. In seiner Familie verblieb der Besitz bis 1840.

Schließlich erwarb 1929 der Biergroßhändler Carl Heinlein das Haus am Markt. Der heutige Besitzer Achim Schreck und direkter Nachkomme der Familie Heinlein eröffnete dann 1995 nach mehrjähriger Bauphase das Hotel Restaurant „Golderner Adler“ erneut.